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Die Vorteile von Kokosöl

Holger Casselmann

 

Seit Jahrtausenden leben die Menschen in den tropischen Regionen von der Kokospalme, die dort Baum des Lebens genannt wird. Die Kokosnuss selbst ist ein wichtiger Teil der Ernährung und liefert auch Kokosfett bzw. Kokosöl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die überholte Sicht

 

Das Kokosfett wurde besonders für die westliche Welt im halb-industriellen Maßstab durch Raffination des Kokosnussmarks (Copra) durch Erhitzung und Lösemittelextraktion gewonnen. Das so erzeugte Produkt ist bei Raumtemperatur schneeweiß, wachsartig, geruch- und geschmacklos. Auf Grund der hohen Hitzebeständigkeit wurde es zum Braten, Frittieren und Backen benutzt. Wegen der angeblich schädlichen Wirkung der im Kokosfett enthaltenden gesättigten Fettsäuren auf den Cholesterinspiegel im Blut wurde Kokosfett über Jahrzehnte von Ernährungswissenschaftlern und der Lebensmittelindustrie zu Unrecht verunglimpft. Dagegen wurden industrielle, ebenfalls raffinierte Sonnenblumenkern- und Rapsöle gefördert und hoch gelobt, da diese mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten und somit viel gesünder sein sollen. Außerdem mussten diese Produkte nicht importiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Fruchtfleisch der Kokosnuss enthält im getrockneten Zustand 60-70% Fett.

 

 

 

Zusammensetzung von Kokosöl

 

Obwohl eigentlich schon lange bekannt, sind die gesundheitlichen Vorzüge des Kokosöls erst in den letzten Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Die folgenden Ausführungen beziehen sich nicht auf die Kokosfett-Industrieware, sondern auf kaltgepresstes, natives Kokosöl, welches an dem niedrigen Schmelzpunkt von etwa 24 °C und dem feinen Kokosduft und Geschmack erkennbar ist. Was hat es also mit den gesättigten Fettsäuren auf sich? Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass alle pflanzlichen und tierischen Fette aus Fettsäuren aufgebaut sind, von denen jeweils drei an einem Glycerinmolekül gebunden sind. Daher spricht man von Triacylglyceriden oder kurz Triglyceriden. Es können verschiedene Fettsäuren an einem Glycerin gebunden sein. Es liegen also keine Fettsäuren allein vor, sondern immer in gebundener (veresterter) Form.  Der Charakter des Öls wird durch die Zusammensetzung der Fettsäuren bestimmt, wobei bei den Prozentangaben nur die Fettsäuren selbst, ohne das gebundene Glycerin, angegeben werden. Die Mehrheit der pflanzlichen Fettsäuren enthält Doppelbindungen, wodurch diese Öle bei Raumtemperatur flüssig sind. Gesättigte Fettsäuren enthalten dagegen keine Doppelbindungen, bestehen also aus geraden Kohlenstoffketten bestimmter Längen und neigen zur Kristallisation. Solche Produkte sind bei Raumtemperatur fest, wie z. B. Butter, Schweineschmalz usw. Die Fettsäuren der meisten Öle und Fette haben sehr häufig eine Länge von 18 Kohlenstoffatomen (Ölsäure, Linolsäure, Stearinsäure). Kokosöl ist eine Ausnahme unter den pflanzlichen Fetten: Es enthält fast nur gesättigte Fettsäuren, aber dafür von "mittlerer" Kettenlänge. Die Zahlen in Klammern bedeuten die Anzahl Kohlenstoffatome (Kettenlänge) der Fettsäure sowie Anzahl der enthaltenen Doppelbindungen:

 

 

Zusammensetzung der Fettsäuren in Kokosöl (in %)

 

Capronsäure  (6:0)                 0,8 –    1,0

Caprylsäure  (8:0)                   9,2 – 12,5

Caprinsäure  (10:0)                5,9 –    7,0

Laurinsäure  (12:0)              45,0 –  51,0

Myristinsäure  (14:0)           16,5 –  20,8

Palmitinsäure  (16:0)             6,0 –    8,5

Stearinsäure  (18:0)               2,5 –    2,8

Ölsäure  (18:1)                        4,2 –    6,4

Linolsäure  (18:2)                   0,7 –    1,5

 

Die größte Fraktion besteht also aus gesättigten Fettsäuren der Längen 12, 14 gefolgt von 8, 10 und 16. Außerdem enthält Kokosöl noch geringe Mengen an Vitamin E, Eisen, Selen und Sterine, bzw. Sterole. Wie bei anderen Pflanzenölen auch, kommen nur geradzahlige Kohlenstoffketten vor. Der Grund ist, dass in Pflanzen bei der Biosynthese der Fettsäuren nur Bausteine von jeweils zwei Kohlenstoffatomen aneinander gefügt werden. Kokosöl ist keine Quelle für Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

 

 

 

 

Natives Kokosöl ist eines der gesundesten Speiseöle überhaupt

 

Bei Olivenölen beispielsweise, sind die gesundheitlich wirksamsten Komponenten nicht in den Fettsäuren selbst, sondern in den Nebenkomponenten, wie Polyhenole, Sterine, Aromastoffen usw. zu sehen. Bei Kokosöl sind kaum Nebenbestandteile vorhanden; der außerordentliche Gesundheitsvorteil liegt hier in den Fettsäuren selbst begründet. Bei der Verdauung von allen übrigen pflanzlichen und tierischen Fetten, deren Fettsäuren grundsätzlich längerkettig sind, stellt der Körper sowohl Gallenflüssigkeit als auch Enzyme der Bauchspeicheldrüse bereit. Die Fette werden emulgiert und für den Transport im Körper in Lipoproteine umgewandelt. Kokosöl dagegen belastet das Verdauungssystem in dieser Weise gar nicht, sondern wird direkt von der Darmwand über das Blutgefäßsystem der Leber zugeführt. Den mittelkettigen Fettsäurekomponenten des Kokosöls  werden vielerlei günstige Wirkungen nachgesagt: sie wirken antibakteriell, hemmen Viren, sind entzündungshemmend und haben darüber hinaus einen positiven Effekt auf die Gehirnfunktionen. Eine Erhöhung der Cholesterinwerte im Blut durch vermehrte Aufnahmen von Kokosöl wird nicht beobachtet, obwohl das über Jahrzehnte unterstellt wurde.  Auch stabilisiert Kokosöl, wie andere hochwertige Fette auch, den Blutzuckerspiegel und verhindert so genannte Heißhungerattacken. Es gibt noch vielfältige positive Wirkungen, die an dieser Stelle aus Platzgründen nicht genannt werden können. Es ist also kein Wunder, dass Kokosöl neben innerlichen auch äußerliche Anwendungen gefunden hat, besonders auch in der Kosmetik zur effektiven Pflege von Haut und Haar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feinstes Kokosöl Nativ

 

 

 

Kokosöl in der Küche

 

Wir empfehlen nur die Verwendung von nativem Kokosöl mit feinem Geschmack und Geruch nach Kokos. Es ist außerordentlich gut erhitzbar und verbrennt in Pfanne auch bei scharfem Anbraten nicht. Das Kokosöl oxidiert nicht wie andere ungesättigte Pflanzenöle und ist auch nicht lichtempfindlich. Es kann ggf. über Jahre problemlos gelagert werden. Kokosöl kann überall dort verwendet werden, wo sonst Margarine oder Butter zum Einsatz gekommen sind. Das gilt besonders für das Backen von Keksen oder Kuchen. Grundsätzlich ist die asiatische Küche besonders gut für den Einsatz von Kokosöl geeignet, Gemüse und Fleisch lassen sich sehr gut damit anbraten und der Geschmack ist mild und nicht aufdringlich. Steaks und Braten lassen sich hervorragend bräunen ohne dass ein verbranntes Aroma entsteht. Anders als beim Erhitzen von mehrfach ungesättigten Pflanzenölen bildet Kokosöl keine ungesunden trans-Fettsäuren. Kokosöl ist ein idealer Begleiter der modernen Low-Carb-High-Fat (LCHF) Küche und sollte in keinem Haushalt fehlen.

 

 

 

Quellenhinweise

 

Sehr ausführliche und wissenschaftliche Ausführungen zu Kokosöl und anderes Kokosprodukten finden sich in 10 Sprachen bei

 

www.coconutresearchcenter.org

 

Eine aufgearbeitete und umfangreiche Übersicht findet sich auch dazu im Netz bei zentrum-der-gesundheit. Wählen Sie dort "Kokosöl" in der Suche.

 

Über die gesundheitlichen Funktionen, vor allem das Gehirn betreffend, lesen Sie bitte unseren Buchtipp:

 

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann / Dr. med. Klaus Tiedemann

Die Anti-Alzheimer-Formel

2014 Gräfe und Unzer Verlag, München

 

 


Bildnachweise:

 

Bildnachweis Kokosfrüchte: Rhaessner CC-BY-SA-3.0 Wikimedia Commons

Bildnachweis Kokosnüsse: Ks.mini CC-BY-SA-3.0 Wikimedia Commons

 

 

 

 

Weitere Info

 

Um sich gesund und fit zu halten, reicht es nicht aus, sich auf einzelne Komponenten der Ernährung zu konzentrieren. Wichtig sind dabei die Balance aus ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Einen sehr nützlichen Überblick zu den Themen Abnehmen, Diät, Ernährung & Fitness finden Sie hier:

 

http://www.trendfit.net/

 

 

 

 

 

 

 

 

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